Wissen

Mittwoch, 27. Juni 2007

Was ist denn das???

Preisfrage: Weiss jemand von euch was das hier ist? PICT2017

Update: Iggy hats gewusst. Es handelt sich um das hier. Genauer gesagt sieht das Tier so aus wenn man seine Haut wegschält. Iggy erhält ab sofort den Ehrentitel "Master of Animal Recognition". Mein Glückwünsch!
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Montag, 19. Februar 2007

Bio-Movie Award

And th winner is: RNA Silencing, by Nature.com:

Für mich eines der besten molekularbiologischen Videos. Und so ganz nebenbei ist es auch eines meiner Lieblingsthemen. Deshalb möchte ich auch eine Masterarbeit zum Thema RNA Silencing machen...

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Sonntag, 18. Februar 2007

Eine Eizelle zu verkaufen?

England ist eines der Top-Nationen in der Stammzellenforschung. Um den grossen Bedarf an Eizellen zu stillen, möchte man auf der Insel neue Wege gehen: Frauen sollten für ihre Eizellen-Spende bezahlt werden.

Diese Meldung aus dem Guardian hat mich ein bisschen schockiert. Gut, bei uns in der Schweiz ist die Stammzellenforschung ja extrem eingeschränkt. Aber trotzdem, dass Frauen einfach Geld kriegen für dass sie ihre Eizellen spenden, das birgt doch grosse Risiken.

Frauen welche nicht so viel verdienen, werden so vielleicht dazu verleitet, gesundheitsschädigende Medikamente zu nehmen, durch die sie mehr Eizellen produzieren. Für eine heisse Diskussion ist auf jeden Fall gesorgt. Wobei ich sicher bin, dass die verantwortlichen Leute England als Top-Platz für Stammzellenforschung nicht gefährden werden, und letztlich der Entscheid für die Wissenschaft fällt. Andererseits ist es wie mit dem Blutspenden: Geld kriegt man dafür auch keines. Und es ist auch klar warum: Man muss jeglichen Missbrauch verhindern. Eine Eizellenspende ohne finanziellen Hintergrund wäre gewiss ethisch korrekter. Wie so oft ist es eine Gradwanderung zwischen Ethik und Wissenschaft...

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Montag, 29. Januar 2007

Weekly Insight

Diese Woche mit boulderdash:

"Use of the Immunodominant 18-Kilodalton Small Heat Shock Protein as a Serological Marker of Exposure to Mycobacterium ulcerans".

Anders ausgedrückt: Wir exprimieren ein DNA-Stück vom Erreger Mycobacterium ulcerans im Bakterium E. coli um ein Protein zu erhalten, welches man möglicherweise für einen Serologie-Test benutzen könnte. Wenn man das hergestellte Protein ins Serum eines verdächtigen Patienten gibt - so hofft man - gibt es eine Reaktion mit vorhandenen Antikörpern, falls der Patient infiziert ist.

Übrigens ist Buruli Ulcer eine interessante Krankheit, denn sie gehört zu den "emerging deseases", also zu den ganz neuen Infektionskrankheiten, die erst vor kurzem für den Menschen pathogen wurde. Wer interessiert ist findet im Google mehr Infos - aber Achtung, die Bilder der Symptome sollte man nicht mit leerem Magen betrachten.

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Samstag, 27. Januar 2007

Neue HIV-Kampagne

Während der HIV-Epidemiologie ist mir eingefallen, dass man in der HIV-Aufklärung neue Wege gehen könnte. Das typische Plakat mit einem küssenden Pärchen und Sonnenuntergang hat mir nie so gut gefallen. Ich präsentiere euch nun in einer exklusiven Vorschau meine eigene (umstrittene) Idee für eine HIV-Kampagne:





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Donnerstag, 11. Januar 2007

Höheres HIV-Risiko

Hätten Sie's gewusst? Unbeschnittene Männer haben ein höhres Risiko sich mit HIV anzustecken, als beschnittene. Die Ursache ist nicht ganz klar. Eine Theorie besagt, dass die Vorhaut beim Geschlechtsakt ein bisschen verletzt wird, und die Fläche für eine Infektion dadurch grösser ist. Tja, für manche wird das eine gute Nachricht sein - und für manche eher weniger ;-)

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Montag, 6. November 2006

Sexorgien unter Bakterien

Richtig gelesen: Auch Bakterien haben Sex. Viele Leute wissen das nicht. Aber ich kann euch versichern, da geht es recht zur Sache ;-) Nur heisst das ganze bei Bakterien nicht Sex, sondern "Konjugation". Dazu strecken die kleinen Organismen sogenannte Pili aus, mit denen sie zu ihren Sex-Partnern Kontakt herstellen. Dadurch tauschen sie dann Plasmide aus, ringförmige Erbsubstanz. Dieser Mechanismus spielt eine grosse Rolle bei Resistenzentwicklungen. Inspiriert vom interessanten Phänomen habe ich ein kleines Cartoon gemacht, wie es etwa in unserem Darm zu und hergehen könnte...

Conjugation

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Dienstag, 24. Oktober 2006

Muttermilch gegen HIV?

Neuer Wind im Kampf gegen HIV: Forscher aus den Niederlanden und Schweden haben diesen Monat eine aufsehenerregende Arbeit publiziert. Sie fanden in menschlicher Muttermilch ein Glykoprotein, das die Andockung des HIV-1 Virus an einen bestimmten Rezeptor verhindert. Mehr Wissen - boulderdash lesen!

Die Amsterdamer Universität ist bekannt dafür, dass sie oft neue Wege einschlägt. So überrascht es nicht, dass die Idee, Muttermilch zu untersuchen, in niederländischen Labors umgesetzt wurde. Mit Erfolg, wie sich herausstellte. Aber beginnen wir von vorne. Am Ursprung des Papers, das in der Zeitschrift Antimicrobial Agents and Chemotherapy im Oktober 2006 veröffentlicht wurde, stand die Tatsache, dass Pathogene wie HIV, Ebola und Hepatitis C mit einem "Nonintegrine"-Rezeptor interagieren.

Diese Rezeptoren, in der Fachsprache DC-SIGNs genannt, sind wichtige Andockstationen für die Weiterverbreitung der Krankheit. Im Fall des HIV-1 wurde bereits zuvor ein Hüllprotein namens gp120 isoliert, welches dem DC-SIGN Rezeptor richtiggehend verfallen ist. Das Protein des HI-Virus sitzt auf der Virushülle und dockt an einem DC-SIGN Rezeptor an, der auf einer dendritischen Zelle oder einer T-Zelle liegt. HIV liebt T-Zellen, insbesondere CD4+-Zellen (eine Unterart der T-Immunabwehrzellen). Das Virus-Hüllprotein dockt also an den DC-SIGN Rezeptor an, und erleichtert damit das Eindringen des Virus in die CD4+ Zelle.

So weit so gut. Jetzt kommt die Milch ins Spiel. Die Forscher fanden in der Milch einen sogenannten Lewis X Komplex. Das ist eine "bile salt-stimulated lipase" (BSSL). BSSL, welches aus der menschlichen Muttermilch isoliert werden konnte, band im Versuch an die DC-SIGN Rezeptoren und blockierte die Andockung des HI-Virus and die CD4+ Zellen. Bestandteile der Muttermilch hinderten also das Virus an seiner Verbreitung.

In weiteren Versuchen stellten die Wissenschaftler fest, dass der Lewis X-Komplex sogar hitzebeständig ist (ein wichtiges Kriterium für allfällige Medikamente). Es wurden auch weitere Proben Muttermilch untersucht, und verschiedene BSSL-Varianten isoliert. Wobei jede BSSL-Variante verschieden gut wirkte. Mit anderen Worten: Die Resultate sind sehr interessant geben Anlass zu Hoffnung, aber sie werfen auch viele neue Fragen auf. In einem nächsten Schritt werden sich die Forscher auf BSSL konzentrieren, und versuchen mit Hilfe des Komplexes ein Gegenmittel zu finden. Ein weiterer hoffnungsvoller Schritt, doch viele andere werden noch Folgen müssen bis zum grossen Erfolg.

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Freitag, 25. August 2006

Wissen | Kampf gegen HIV

Wie wirken HIV-Medikamente? Und warum ist es so schwierig die Kranhkeit zu behandeln? Und - ist HIV jemals heilbar? Boulderdash lesen - mehr wissen!

Der Kampf gegen HIV wird auf vielen Ebenen geführt. Neuste Medikamente setzen bei der Fusion des Virus mit der Wirtszelle an. Andere Medikamente greifen für das Virus essentielle Enzyme an: Ritonavir nimmt die HIV-Protease aufs Korn. Das ist ein Enzym, welches Vorläuferproteine herstellt, die das HI-Virus für seine Weiterverbreitung benötigt. Wie wirkt ein Protease-Hemmer?

Das Modell zeigt die HIV-Protase - übrigens meiner Meinung nach ein sehr schönes Protein. Die Protease hat ein besetztes aktives Zentrum - ein Molekülkomplex, eben Ritonavir, hat sich in der Mitte breit gemacht und blockiert dadurch die Aktivität des Enzyms. Die Folge: Es können keine Vorläuferproteine für das Virus hergestellt werden - das Virus kann sich in der Wirtszelle nicht weiterverbreiten. Drug Design nennt man die Synthese solcher Molekülkomplexe.

Das Drug-Design klingt doch ganz vielversprechend - weshalb ist es also bis anhin nicht gelungen, DAS optimale Medikament herzustellen? Das ist dem HI-Virus zu verdanken. HI-Viren haben eine hohe Mutationsrate, aus diesem Grund entwickeln die Viren unglaublich schnell eine Resitenz gegen die Medikamente. So werden heute sogenannte Tripel-Therapien angewendet, also mindestens drei verschiedene Medikamente die gleichzeitig und täglich 8-10 mal eingenommen werden müssen. Dadurch werden Resitenzentwicklungen auf mehrere Jahre hinausgezögert.

Mit anderen Worten: Auch wenn Dank modernen Drug Designs wirksame Medikamente entwickelt werden können, ist uns das Virus immer einen Schritt voraus. Es wird also auch für die nächsten Jahre so sein, dass Prävention die beste Waffe gegen HIV ist. Heilbar ist HIV vermutlich nie. Es besitzt nämlich die unangenehme Eigenschaft, dass es sich in die Erbsubstanz der Wirtszelle einbaut und sich dort "versteckt". Und dort bleibt es dann auch, solange die Wirtszelle am Leben ist.

Nebenbei hat Ritonavir folgende Nebenwirkungen: In therapeutischer Dosierung sehr häufig Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, periorale Parästhesien (Kribbeln um den Mund) und elektrisierende Gefühle an Armen und Beinen. Erhöhte Transaminasen/γGT, oft erhebliche Dyslipidämie, eingeschränkte Glukosetoleranz, selten Diabetes mellitus. Lipodystrophie...

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