Universität

Mittwoch, 7. Mai 2008

Ich bin zu gut

Der Boss und Betreuer meines Master-Projektes - meine treuen LeserInnen werden noch wissen dass er aus China stammt - hat Angst dass ich sein Projekt übernehme. Nun, ich arbeite sozusagen an einem Unterprojekt seines Projektes. Obwohl ich also für ihn arbeite weiss ich überhaupt nichts über sein Projekt. Mehr noch, er erzählt Dinge darüber die gar nicht stimmen. Und dann lässt er mich absichtlich im Dunkeln. Er möchte dass ich so wenig wie möglich darüber weiss, weil es eben sein Projekt ist. Als ich dann angefangen habe, selber ein bisschen mehr nachzuforschen, Publikationen zu suchen und Ideen zu sammeln, da hat er sofort abgeblockt. Er möchte mich jetzt noch weniger in seine Arbeit einbinden, und lässt mich andere Experimente machen. Weil er Angst hat ich könnte selber auf etwas interessantes stossen und es dann für mich alleine verwenden....

So läuft es eben auch in der Wissenschaft!
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Samstag, 19. April 2008

Ich werde alt!

Vor zwei Jahren, das weiss ich noch ganz genau, da habe ich den Physiologie-Kurs als Student besucht. Ich musste Reports schreiben und ein Examen bestehen.

Nächste Woche wird der Kurs wieder durchgeführt, nur diesmal muss ich die Studenten betreuten und mit ihnen die Experimente durchführen.

So vergeht die Zeit, und ich fange langsam aber sicher an mich älter zu fühlen. Bestätigt noch durch die Begegnung mit einer untersemestrigen Studentin, die ich natürlich geduzt habe, sie hat mich hingegen gesiezt.

Fängt es jetzt an, das Altwerden? Kriege ich jetzt dann bald Falten um die Augen und einen Hängebauch? Begriffe wie Prostata-Leiden, Impotenz, Leistenbeschwerden geistern durch meinen Kopf... du liebe Güte! ;-)

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Samstag, 2. Februar 2008

Was macht Malte?

Vielleicht habt ihr euch mal gefragt, was Malte denn die ganze Zeit im Labor so tut (neben Online Poker und Ski-Challenge). Hier ist die Auflösung. Alles klar? ;-)

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Mittwoch, 30. Januar 2008

Wer möchte mit mir tauschen?

6-Tage Woche, bis Abends um halb acht im Labor, 15 Minuten Mittagspause... möchte sonst noch jemand Wissenschaftler sein? Interessenten bitte bei mir melden ;-)

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Montag, 28. Januar 2008

Akuter Schokolade-Mangel

Heute klappten wieder mal keine Experimente, und das obwohl spätestens in einem halben Jahr die Publikation rauskommen sollte. Der Frust ist gross, er ist wie ein übler Fleck den man nicht losbekommt, und der sich zusätzlich immer weiter ausbreitet und grösser und grösser wird. Eigentlich müsste ich jetzt immer noch im Labor sein, aber akuter Schokolademangel hinderte mich daran. Ich muss also dafür sorgen, dass ich während meiner 6-Tage Woche immer genügend Schokolade vorrätig habe. Übrigens, wer im Sommer die Enzyme von Roche bestellt, der kriegt gratis ein kleines Magnum-Eis, gesponsert von Roche. Roche hat also begriffen, dass die Wissenschaftler von Schokolade abhängig sind. Ich würde am liebsten nur Roche-Produkte bestellen, aber die sind so verflixt teuer...

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Freitag, 18. Januar 2008

Ich liebe PCR!!!

I love PCR! Wir alle lieben PCR! Jeden Tag habe ich mit ihr zu tun, und deshalb soll an dieser Stelle die PCR Hymne erklingen - "Scientist for a better PCR" ;-) Ich hab mich fast totgelacht als ich das Video zum erst en Mal gesehen habe...



Edit: Für die welche mitsingen möchten, hier sind die Lyrics:

The PCR Song

There was a time when to amplify DNA,
You had to grow tons and tons of tiny cells.
Then along came a guy named Dr. Kary Mullis,
Said you can amplify in vitro just as well.
Just mix your template with a buffer and some primers,
Nucleotides and polymerases, too.
Denaturing, annealing, and extending.
Well it’s amazing what heating and cooling and heating will do.
PCR, when you need to detect mutations.
PCR, when you need to recombine.
PCR, when you need to find out who the daddy is.
PCR, when you need to solve a crime.

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Montag, 7. Januar 2008

Forscher sollt ihr sein!

11 Gründe, weshalb jeder in seinem Leben einmal Forscher sein sollte. Als Naturwissenschaftler...
  1. ...lernt man wieder wie ein Kind zu staunen und neugierig zu sein.
  2. ...versteht man dass der Mensch nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern ein winzig kleiner Teil davon.
  3. ...lernt man die Natur nicht bloss zu respektieren, sondern auch zu bewundern.
  4. ...lernt man nach Misserfolgen nicht den Kopf hängen zu lassen, denn Wissenschaft besteht zu 95% aus Misserfolgen.
  5. ...erfährt man wie wichtig es ist, Schritt für Schritt zu gehen anstatt grosse Sprünge zu vollführen.
  6. ...erkennt man dass ein einzelnes menschliches Hirn allein wert los ist, nur durch Zusammenarbeit kommt man zum Efolg.
  7. ...lernt man, Freude an kleinen Dingen zu haben (z.B. yeah, meine Bakterienkultur hat die erste Nacht überstanden!).
  8. ...merkt man dass Partner und Beziehungen trotz der Liebe zum Labor möglich sind - vielleicht.
  9. ...lernt man die Vorzüge des Internet-TV und online Pokers kennen.
  10. ...hat man das Mitleid der Geisteswissenschaftler auf sicher (Frage der Philosophiestudentin beim Laborbesuch: "Und, was macht ihr gegen die Depressionen?").
  11. ...und als Naturwissenschaflter - Biologen speziell - hat man das Privileg, in einem sexy weissen Laborkittel rumzuhängen.
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Mittwoch, 19. Dezember 2007

Den Erfolg in den Händen

Man sollte ab und zu auch mal stolz sein wenn man etwas erreicht hat. Jetzt, wo das Diplom in meinem Händen halte, fühle ich mich so richtig als Biologe. Ein schönes Gefühl! ;-)

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Montag, 5. November 2007

Pflanzen vs. Tiere

Liebe LeserInnen, heute gibt es wieder mal eine Story aus der Wissenschaft. Die Forschung in der Molekularbiologie lässt sich ganz grob in zwei "Strömungen" aufteilen: Die sogenannten "Plant people" und die "Animal people". Plant people arbeiten mit Pflanzen, während Animal people eben mit Tieren forschen.

Es gab einmal eine Zeit, da waren die Plant und Animal people eigentlich gleichwertig; man kam gut miteinander aus. In den letzten zwanzig Jahren jedoch hat sich das ganze soweit geändert, dass es mittlerweile fast gar keine Meetings mehr gibt an denen Plant und Animal people zusammen teilnehmen. Die Animal people fingen an sich selbst gegen andere abzugrenzen, und diese Abkapselung findet ihren Höhepunkt in der modernen Neurobiologie.

Und dabei war es in der Geschichte der Wissenschaft sehr oft so, dass die Animal People von den Plant people mehr als profitieren konnten. Ein Beispiel dafür ist die Entdeckung des ersten HIV Medikaments. Plant people hatten einen Pflanzen-Retrovirus untersucht, und festgestellt dass die Pflanze gewisse Proteine besitzt welche den Virus hemmen können. Die Animal people haben daraufhin das Protein kopiert und künstlich angepasst, und damit den ersten HIV-Hemmer entwickelt.

Ein weiteres Beispiel ist RNA Silencing. Plant people haben Anfangs der 90er entdeckt dass gewisse sehr kleine RNAs eine wichtige Rolle in Zellen haben; sie können Gene regulieren, als Signale wirken und die Zellen gegen fremde DNA und RNA schützen. Während einigen Jahren haben die Plant people dann versucht, die Animal people von der Wichtigkeit dieses Mechanismus zu überzeugen - vergebens.

Erst ein gewisser Andrew Fire überlegte es sich dann mal anders. Sein Labor stand direkt neben einem "Plant people Labor", und er bekam mit was die darin machten. Kurzerhand entschloss er sich, einen Doktoranden damit zu beauftragen, dieses Phänomen auch mal in einem Wurm zu untersuchen. Es stellte sich tatsächlich heraus dass RNA silencing auch in Tieren überaus wichtig ist. Fire zögerte nicht lange und fing an den Mechanismus bis ins Detail in Würmern zu studieren. Übrigens, letztes Jahr erhielt er dafür zusammen mit Craig Mello den Nobelpreis...

Worauf ich hinaus will: Pflanzen sind nicht so bedeutungslos wie sie von den Animal people gerne dargestellt werden. Und ihr habt es sicher schon bemerkt: Ich gehöre zu den Plant people ;-)
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Dienstag, 2. Oktober 2007

Eine üble Kultur

Liebe LeserInnen, heute bin ich beim Durchwühlen der "Brutschränke" auf eine ganz üble Kultur gestossen. Also SO darf eine Gewebs-Kultur auf keinen Fall aussehen:
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Zum Glück ist das auch nicht mein Werk. Es beweist was rauskommt wenn man nicht ganz sauber arbeitet. Na dann, guten Appetit *g

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