Männer pinkeln in den Männertoiletten direkt nebeneinander. Schulter an Schulter sozusagen, ganz im Gegensatz zu den Frauen welche alle ihr separates Örtchen haben. Umso interessanter ist es, was die Männer wohl so denken, wenn sie nebeneinander in einer Reihe stehen, alle mit gesenktem Kopf, und ihre Geschäft erledigen (von hinten sieht das aus als würden sie wie bei einer Exekution auf die Kugel in ihrem Nacken warten).
Einer der wohl wichtigsten Gedanken - jedenfalls kommt er mir immer wieder in den Sinn - ist die Frage nach dem
Geräusch. Jedes Pinkeln erzeugt eben ein typisches Geräusch, und die zentrale Frage ist,
ob das Geräusch auch mit der Grösse des geräuscherzeugenden Objekts korreliert. Für Frauen mag die Frage nach der Grösse abstrakt sein, für Männer hingegen scheint es immer noch ein wichtiger Bewertungsfaktor zu sein.
Es ist indes eine Tatsache, dass ein
lautes und kräftiges Pinkeln viel mehr Eindruck hinterlässt als ein leises, kaum höhrbares Tröpfeln. Der Eindruck dieses Geräusches wird automatisch auf die Beschaffenheit des verantwortlichen Objektes übertragen. Es ist wie mit den Geräuschen von Kraftfahrzeugmotoren.
Natürlich lässt sich die Akkustik des Pinkelns durch einige Faktoren beeinflussen. Die Wahl des Getränkes spielt eine sehr grosse Rolle - mit Bier lassen sich die besten Ergebnisse erzielen. Aber auch der
geschickt gewählte Zielpunkt des Strahls kann wichtige Verbesserungen in der Geräuschgestaltung herbeiführen. Nicht umsonst ist das bevorzugte Zielgebiet erwiesenermassen die obere Kante des zentral gelegenen Abflusslochs.
Also, liebe Leserinnen und Leser, ich hoffe ich konnte ein bisschen Licht in die dunkle Welt der grossen, ungelösten Fragen der Menschheit bringen. Und die abschliessende Erkenntnis ist, dass ich wohl mit Sicherheit
reif für die Semesterferien bin....
